L.A. Noire

Diskutiere L.A. Noire im Reviews und Previews Forum im Bereich Playstation Games; Rockstars brandneuer Krimi geht eigene Wege und setzt sich von anderen Titeln wie GTA oder Red Dead Redemption deutlich ab. Wie erfolgversprechend...
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Rockstars brandneuer Krimi geht eigene Wege und setzt sich von anderen Titeln wie GTA oder Red Dead Redemption deutlich ab. Wie erfolgversprechend diese Entscheidung ist, klären wir im ausführlichen Test.


Erscheinungsdatum: 20. Mai 2011
Entwickler: Team Bondi / Rockstar Games
Publisher: Rockstar Games
USK / PEGI: 16 / 18
Sprache: Englisch (dt. Untertitel)
Genre: Action - Adventure
Multiplayer Online / Offline: Nein
Preis: 35 €

Was Rockstar Games anfasst, wird zu Gold. Einschlägige Erfolge feierte der Publisher mit der Grand Theft Auto - Serie seit 1997 und auch der letzte Titel Red Dead Redemption erntete überwiegend Lob. Klar, dass da die Erwartungen für den jüngsten Streich namens L.A. Noire hoch liegen. Das Rockstar - Logo verspricht dem Kunden einen qualitativen Standard, auch wenn hinter der Entwicklung ein Studio steckt, das weniger bekannt ist.
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Tatwaffen und andere wichtige Gegenstände müsst Ihr oftmals genau unter die Lupe nehmen.

Cole Phelps, L.A.P.D.

Nachdem der Protagonist Cole Phelps als ausgezeichneter Held aus dem Krieg zurückkehrt, beginnt seine Karriere bei der Polizei ganz unten - im Streifendienst. Hier werden Euch die Grundlagen in den ersten, kurzen Fällen beigebracht, bis Ihr befördert werdet. Der Reihe nach arbeitet Ihr euch durch das Verkehrsdezernat, die Mordkomission, die Sitte und die Brandermittlung. Insgesamt warten 21 Fälle auf eure fachkompetente Bearbeitung.
Die Geschichte wird in Zwischensequenzen, Rückblenden und über herumliegende Zeitungsartikel erzählt und fügt sich mehr und mehr zusammen. So verworren die Story teilweise wirken mag, so logisch löst sie sich gegen Ende auf. Gerade im letzten Drittel der Geschichte geht es heftig drunter und drüber und es fällt nicht immer leicht, dem Ganzen zu folgen, wobei die Fälle ab der Mordkomission aufeinander aufbauen.

Tatorte

Spielerisch zeichnet sich L.A. Noire durch viele ruhige Elemente und lange Dialoge aus. Entgegen der Tradition von Rockstar Games gibt es zwar auch Schusswaffen, eure effizienteste Waffe ist und bleibt aber stets das Notizbuch. Hier werden Personen, Hinweise und Orte vermerkt, die in Verbindung zum aktuellen Fall stehen. Außerdem dient es Euch als Werkzeug während der Verhöre.
Zu Beginn bekommt Ihr meistens zunächst einen Fall von eurem Vorgesetzten zugewiesen. So erhaltet Ihr knappe Informationen, die Euch unmittelbar zum Tatort führen, welchen es genauestens zu inspizieren gilt. Um Hinweise besser finden zu können, unterstützt Euch das Spiel mit einer zweistufigen Hilfe, die mit Tonsignalen und Vibration arbeitet. So fällt es euch leichter, wichtige von unwichtigen Gegenständen zu trennen und herauszufinden, ob irgendwo noch etwas unentdecktes herumliegt, was Ihr übersehen habt.
Falls zutreffend, klärt Euch der zuständige Gerichtsmediziner über die ersten Erkenntnisse bezüglich Todesursache und -zeitpunkt auf, wobei alle relevanten Informationen im Notizbuch festgehalten werden, damit Ihr später darauf zurückgreifen könnt.


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Zu Beginn bekommt Ihr einen neuen Fall zugewiesen.

Verhöre

Nach der ausführlichen Untersuchung am Tatort, befragt Ihr Zeugen, Angehörige und Verdächtige.
Über das Notizbuch wählt Ihr ein Thema aus, zu dem Ihr die Person befragen wollt. Diese trifft dann eine Aussage, welche Ihr entweder glauben, anzweifeln oder als Lüge bezeichnen könnt.
Dabei müsst Ihr allerdings bedenken, dass eine Lüge immer nachgewiesen werden muss. Ihr müsst demjenigen also zweifelsfrei nachweisen können, dass seine Aussage falsch ist - durch Hinweise, die Ihr vorher (hoffentlich) gefunden habt.
Anzweifeln entspricht dabei allerdings eher einem Nachboren und lässt sich einsetzen, wenn der Befragte ungläubig wirkt, Ihr aber keine Beweise in der Hand habt.
Das Besondere an diesem Gameplay - Element ist die Authentizität der Mimik der Charaktere. Team Bondi verwendete das sogenannte "Motion - Scan" - Verfahren, wobei jede Figur von einem Schauspieler verkörpert wird, dessen Gesichtszüge mit 32 Kameras aufgezeichnet werden. So ergibt sich eine Mimik und Körpersprache, die es vorher noch nie in einem Videospiel gegeben hat.
Ob eine Person lügt, lässt sich also an ihrer Mimik feststellen: Ein Mundwinkelzucken oder das Vermeiden von Augenkontakt sind fast immer zuverlässige Indikatoren für eine Lüge.
Schade für Zocker mit mäßigen Englischkenntnissen ist allerdings, dass L.A. Noire rockstartypisch nicht synchronisiert wurde und die Aufmerksamkeit so häufig von der Mimik auf die Untertitel gelenkt wird. Glücklicherweise setzen die Charaktere ihre Gesichtsentgleisungen aber auch nach der Aussage fort, sodass erst die Untertitel gelesen werden können und danach lassen sich noch ganz in Ruhe die Mimiken beurteilen. Diese sind allerdings teilweise überzogen und euer virtuelles Gegenüber macht manchmal Grimassen, die völlig unrealistisch und überdeutlich sind.
Dafür ist es aber wiederum schwieriger eine Lüge konkret nachzuweisen, da vorher immer der entsprechende Hinweis gefunden werden muss.


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1947 gab's noch keine Handies: Über Polizeimelder holt Ihr Auskünfte von der Zentrale ein.

Eine Prise Action

Die dritte Komponente des Gameplayrezepts sind kurzweilige Action - Sequenzen.
Prügeleien funktionieren dabei simpel aber gut, die Waffensteuerung samt Deckungssystem funktioniert allerdings recht sperrig und träge. Hier wird ganz klar deutlich, dass Team Bondi das Hauptaugenmerk auf die Adventure - Einlagen gelegt hat und Schießereien nur ab und an zur Auflockerung genutzt werden. Die Ballereien lassen sich sogar einfach überspringen, falls der Spieler zu oft daran scheitert. Das wirkt natürlich etwaigem Frustpotenzial entgegen, aber abgesehen von Leuten, die sich in dem Kampfsystem gar nicht zurecht finden, nutzen die meisten Leute wohl eher ungern eine solche Funktion, da wichtige Spielelemente geskipt werden.
Dafür sind solche Abschnitte immer logisch und bündig in das Spielgeschehen eingebaut und wirken keinesfalls aufgesetzt. Einzig und allein die Verfolgung von fliehenden Verdächtigen nervt schon mal, da sie einfach viel zu oft auftritt. So klasse es auch aussehen mag - spielerisch ist es immer das Gleiche und verliert über die gesamte Spieldauer eher an Begeisterung.

Wie, Open - World?

Getreu der vorigen Rockstar - Titel bekommt selbstverständlich auch L.A. Noire eine offene Spielwelt spendiert.
Dieses Los Angeles von 1947 sieht großartig aus, wenn auch die ein oder andere Textur matschig wirkt oder gelegentliche Pop - Ups auftreten. Das Feeling der damaligen Zeit springt sofort über, unterlegt von einem großartigen Soundtrack. Zudem wurden über die gesamte Karte verstreut auch 30 Wahrzeichen aus dem tatsächlichen L.A. übernommen und originalgetreu nachgebaut. Diese dürft Ihr im Spiel entdecken.
So groß die Stadt und die freie Bewegungsmöglichkeit aber auch ist, so beschäftigungsarm ist sie auch. Es handelt sich nicht um ein Sandbox - Spiel und Nebentätigkeiten im Sinne eines GTA IV oder Red Dead Redemption sind nirgendwo zu finden.
Neben den Hauptfällen gibt es Straßenverbrechen, die meist aus kleineren Schießereien, Verfolgungsjagden oder Ähnlichem bestehen und innerhalb von 2 Minuten gelöst sind. Dennoch sind diese großartig inszeniert und bringen Abwechslung in das Geschehen.
Weiterhin lassen sich alle beliebigen Autos beschlagnahmen und goldene Filmrollen finden, die überall versteckt sind.
Das war's auch schon. Das kann man schade finden oder dem Spiel sogar negativ ankreiden, man kann es aber auch anders betrachten. Das offene L.A. dient dem Spiel als Kulisse, die Welt lediglich als Spielfeld, auf dem vorbestimmte Ereignisse geschehen, worauhin der Spieler einer linearen Story folgt. Team Bondi beschränkt sich hier auf das Erzählen eines guten Krimis und lässt lebenssimulative Aspekte außer Acht.
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Schießereien spielen eine untergeordnete Rolle und spielen sich recht träge.

Guter Bulle

Nach Abschluss eines Falls, bekommt Ihr eine Wertung vorgesetzt. Fünf Sterne sind dabei das Optimum, wobei Ihr dafür nicht nur alle Hinweise finden und alle Aussagen von Befragten richtig deuten müsst. Auch Fahrzeug- und Personenschaden zählen mit in die Wertung.
Da Ihr kein Krimineller auf Abwegen sondern ein etablierter Polizist seid, dürft Ihr selbstverständlich weder Passanten über den Haufen fahren noch auf offener Straße eure Waffe zücken und wild um euch schießen. Cole Phelps ist sozusagen der gute Bruder von Vito Scaletta.
Weiterhin gestaltet sich die Fahrerei auch als äußerst zahm. Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, verursacht schnell einen Unfall und dieser wirkt sich negativ auf eure Abschlusswertung aus. Das verlangsamt das Gameplay natürlich enorm, wobei Hitzköpfe die Fahrsequenzen auch einfach überspringen dürfen. Insgesamt funktioniert die Fahrzeugengine ähnlich wie in Mafia II, wobei die Physik, wenn euer Fahrzeug tatsächlich mal vom Boden abhebt eine relative Lachnummer ist.

Na logisch!

Mittlerweile dürfte deutlich geworden sein: L.A. Noire legt den größten Wert auf die klassischen Ermittlungen, die Hinweissuche und die Zeugenbefragung. Eine logische Struktur haben die Fälle glücklicherweise immer. Gelegentlich leistet sich das Spiel allerdings unschöne Schnitzer.
Im Morddezernat kommt es beispielsweise zu einer Mordserie. Der Spieler erkennt schnell ein Muster darin, es fehlt aber an spielerischen Freiheiten um entsprechende Ermittlungen anzustellen. So sperrt man die ganze Zeit über Verdächtige ein mit dem nahezu sicheren Wissen, dass man den Falschen hat. Hier hätte man als Spieler weniger wissen dürfen oder aber eine freie Wahl haben müssen, gegen wen er ermittelt, denn die Welt ist zwar offen, zumeist gibt es aber eine konkrete Linie, der man folgen muss um das Geschehen voran zu bringen. In seltenen Fällen ist auch eine Auswahl zwischen zwei Verdächtigen möglich.
Leider schlägt sich diese Differenz zwischen Spielerwissen und Übertragung ins Spiel auch gelegentlich in den Verhören nieder. So gibt es bestimmte Dinge, die man den Betroffenen gerne fragen würde, Cole bietet aber keine entsprechende Option an. Oder es wird nicht ganz klar, welcher Hinweis denn jetzt wie, welche Aussagen widerlegen kann.
Solche Situationen treten glücklicherweise nicht allzu häufig auf, sind aber dennoch ärgerlich, da sie den logischen Fluss des Spiels unterbrechen oder zumindest umlenken.
Mehr spielerische Freiheit wäre also wünschenswert gewesen.
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Bei der Nachbildung des damaligen L.A.s hat sich Team Bondi eine Menge Mühe gemacht.

FAZIT

Oft wird L.A. Noire an den Maßstäben von GTA gemessen. Der gleiche Publisher und ebenso Open - World. Das sind dann aber auch schon die beiden einzigen Gemeinsamkeiten, die Nico Bellic und Cole Phelps aufweisen. Viel eher bewegen wir uns in die Richtung von Mafia II oder aber den Ermittlungssequenzen mit Norman Jayden aus Heavy Rain.
Aber all diese Vergleiche sind überflüssig. Mit L.A. Noire hat Team Bondi ein einzigartiges Action - Adventure erschaffen, was polizeiliche Ermittlungen und logische Kombination in den spielerischen Mittelpunkt rückt. Die Technik des Motion - Scans ist wegweisend, auch wenn die Umgebungstexturen gelegentlich schwächeln. Die Tatorte und Fälle sind liebevoll gestaltet, die Charaktere tiefgründig und die Geschichte spannend bis zum Schluss.
Leider verschenkt L.A. Noire an manchen Ecken aber auch viel Potenzial, was eigentlich schade ist, aber nichtsdestotrotz wird hier Adventurekost der Oberklasse geboten, die jeder mindestens mal probieren sollte.

WERTUNG

+ Einzigartige Darstellung von Mimik
+ Ungewohntes Adventurekonzept mit Kniff
+ Tolle 40er Jahre Atmosphäre
+ Großartiger Soundtrack

- Teils lahme Actioneinlagen
- Gelegentliche logische Grenzwertigkeiten

Einzelspieler: 87 / 100
Mehrspieler: -

Quelle der Screenshots: www.ign.com
 

Blacky89

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Sieht echt gut aus, mit den Screenshots und den Daten am Anfang. Fast schon wie in
einem Magazin^^
Du machst meinem sehr schlicht gehaltenen "Angezockt" Konkurrenz ;)

Gut geschrieben ist es auch!

Top.
 
P

pyja8

Gast
Hehe, vielen Dank :)

Ja, ich hab auch ne Weile als Redakteur im Konsolenbereich von fragster.de gearbeitet
und mir dort eine entsprechende Schreibweise mit Bildformatierungen und so weiter
zugelegt. Für ein Magazin wäre natürlich noch cooler, wobei ich momentan eher
nach einem Nebenjob als Online - Redakteur suche :)

Und vergessen hab ich auch noch was, was bisher noch gar keine Erwähnung fand:
L.A. Noire enthält auch eine große Hommage an Heavy Rain! Leute, die beide Titel
gespielt haben und sich an den Origami - Killer erinnern, wissen, wovon ich rede :)

lg, pyja!
 

Blacky89

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Ah, daher diese Professionalität^^

Ja stimmt, als ich das Zimmer gesehen hab, dachte ich auch sofort an Heavy Rain^^
 

Finallkill

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Nicht schlecht.^^
Echt gut.
Ich werde mir das Spiel wohl auch holen.
Aber da warte ich noch, bis es billiger wird.
 

Nieno

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Vielen Dank für das sehr gute Review!

Wobei mir persönlich ein etwas nüchterner Stil besser gefällt als dieser professionelle Art. Ist mir zu unterhaltsam ;) Vielleicht ist das der Nerd in mir ;) Aber besser zu lesen und schöner ist das hier und auch Blackys Angezockt.

Mich hat das Spielgefühl von LA Noire sehr an mein Erlebnis mit Heavy Rain erinnert. Es macht Spaß der Story zu folgen und sie "interaktiv" zu erleben. Das eigentliche Gameplay war für mich eher zweitrangig. Aber die Atmosphäre und die unglaublichen Gesichtsanimationen haben mich in ihren Bann gezogen. Ich ertappe mich jetzt regelmäßig dabei, wie ich die Gesichtsanimationen in anderen Spielen betrachte und als völlig hölzern empfinde.

Ich würde das Spiel, wie auch Mafia 2, nicht wirklich als Open World Spiel einordnen. Die dient wirklich nur als Schauplatz, was keine Kritik ist. Es ist ein tolles Adventure Spiel geworden und hat es nicht nötig Open World zu sein.

Ich würde dem ganzen 85/100 geben, ein Spiel das man zumindest mal gesehen haben sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
P

pyja8

Gast
Vielen Dank!

Ja, ich versuche immer einen Bogen zwischen Informationsgehalt und
Unterhaltungsfaktor zu schlagen.
Ich möchte ja weder einen inhaltslosen Text, der zwar lustig, dafür aber ohne
jegliche Aussage über das Spiel ist, noch eine nüchterne Auflistung von
Fakten, im Sinne von:
"Es gibt 95 verschiedene Autos. Außerdem gibt es 21 Fälle. Die Havok-Engine
läuft flüssig."
Das sind dann zwar detaillierte Aussagen, aber dem unwissenden Leser, der sich
nicht damit weiter beschäftigt, nutzt das gar nüscht :D

Open - World ist es ja schon irgendwie, ich würde es nur nicht als Sandbox - Spiel
bezeichnen, wie beispielsweise Red Dead Redemption. Da lässt es sich stundenlang
durch die Gegend reiten und diverse Dinge neben der Story erledigen. Das ist bei
L.A. Noire ja nur ganz schwach in Form der sammelbaren Dinge und Straßenverbrechen
ausgeprägt.
Wie so oft kommt es wahrscheinlich darauf an, was man erwartet.
Jemand der denkt, "oh, ein neues Rockstar - Spiel! GTA in den 40ern!", der wird sicherlich
enttäuscht werden. Für Adventurefreunde, die Detektivknobeleien mit einer Prise Action
mögen, legt das Teil aber durchaus die Messlatte hoch! :)

lg, pyja!
 

Blacky89

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Für Adventurefreunde, die Detektivknobeleien mit einer Prise Action
mögen, legt das Teil aber durchaus die Messlatte hoch! :)

lg, pyja!

Dazu muss ich allerdings sagen, dass die Detektiv- und Verhöreinlagen seltsamerweise lange
nicht an die Qualität eines Phoenix Wright rankommen....
Dabei sind das die Kernelemente des Spiels! L.A. Noire hat zwar die viel bessere Grafik und diese
unglaublichen Gesichtsanimationen. Aber das ist alles Schönrederei. Ich sag nicht, dass L.A. Noire
schlecht ist, ich find es ja selber recht gut. Aber im direkten Vergleich mit eben PW ist es nich so toll.
Jetzt nur die Kernelemente der Spiele betrachtet:
L.A. Noire ~7/10 (großzügig bewertet! eig eher nur 6)
PW: AA 9/10
Einfach deswegen, weil man zu sehr auf die Gesichter eingehen wollte. L.A. Noire erscheint mir fast
mehr wie eine spielbare Werbung für diese neuartige Technik, als ein Meilenstein im Detektivgenre,
in welchem Phoenix Wright (für mich) nach wie vor die unangefochtene Spitze darstellt.
 
P

pyja8

Gast
Zu Phoenix Wright kann ich leider nichts sagen, da ich jetzt nur
von Playstation - Spielen ausgehe...
Ist denn ein Ableger davon mal für die Playse erschienen?
So, wie Du es lobst, könnte es mir nämlich auch gefallen :D

lg, pyja!
 

Nieno

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OT :
Also ich weiß nur von DS Spielen von Phoenix Wright. Ich habe nur eins gespielt, aber so viel besser fand ich das eigentliche Gameplay jetzt nicht und die Atmosphäre und Story hat mich weit weniger angesprochen. Das meine ich nicht technisch (natürlich kann ein DS Spiel nicht mit einem PS3 Spiel mithalten) sondern den Stil der Grafik :



Und so wie es ausschaut entfand ich auch die Story ;) Ist aber natürlich stark Geschmackssache. Bei mir würde Phoenix Wright : Ace Attorney nur 80/100 bekommen. Was ich in dem Genre noch sehr stark fand (auch vom Stil her) war Hotel Dusk Room 215. Aber das ist auch ein DS Spiel.



BTT : Hat jemand schon die DLCs von LA Noir gespielt? Haben die auch mehr Hintergrundinfos zur Hauptstory oder haben die Fälle keine Bezüge darauf?
 
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Blacky89

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Nee, PW gibts nur für GameBoy Color, bzw Nintendo DS und als Virtual Console für die Wii.
Und ja, es ist echt richtig geil! Man muss halt auf den Stil stehen. (siehe Nienos Beitrag^^)
Schau dir auf Youte mal ein paar Videos dazu an.
Ich kann's nur empfehlen. Zwar sind alle Teile vom Gameplay her fast identisch, aber eben
jenes stimmt einfach und braucht keine großen Veränderungen. Lediglich der neueste Ableger
ist etwas anders, aber gehört auch zu einer neuen Reihe.
Für dich im Überblick:
Phoenix Wright - Ace Attorney
Phoenix Wright - Ace Attorney: Justice for All
Phoenix Wright - Ace Attorney: Trials & Tribulations
--
Apollo Justice - Ace Attorney
Im Prinzip das gleiche wie PW, nur andere Hauptfigur und ein paar Gameplay-Elemente mehr
--
Ace Attorney Investigations
Hier kannst du mit Miles Edgeworth, einer aus den Vorgängern bekannten Figur, erstmals richtig
per Steuerkreuz rumlaufen, um die Umgebung zu untersuchen. Das Grundprinzip ist wieder das gleiche,
aber mit weit mehr Neuerungen als in Apollo Justice. Man befindet sich mit einer Ausnahme nun
gar nicht mehr im Gerichtssaal, sondern spielt (wie der Titel vermuten lässt) die Untersuchungen.
 
P

pyja8

Gast
Hm, gut, dass ich keine Nintendo - Konsolen mehr besitze :D
Falls ich mal auf Phoenix Wright stoße, schau ich's mir auf jeden
Fall mal an...Klingt ja interessant :)

Zu den DLCs bin ich leider noch nicht gekommen...!
Wenn die einen entsprechenden Umfang und Charakter aufweisen, dann
könnte es sein, dass ich meinen Test noch darum ergänze, vielleicht
aber auch nicht :) Mal schauen, was die Zeit so zulässt :D

lg, pyja!
 

Nieno

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Ich weiß, das Review ist in Spieletests, aber ich fände es trotzdem gut wenn man das im Titel auch erkennen könnte, so wie in LA Noire Testbericht, Test LA Noire, LA Noire Bewertung... oder so. Wenn ich in der Suche bin oder unter Was ist neu schaue ist das hilfreich, weil ich und bestimmt auch viele andere da eher nach den Titeln schauen.

Und für Allgemeine Diskussionen/Fragen haben wir ja eigentlich schon jeweils in den entsprechenden Spiele Unterforen mindestens einen Thread.

Bleibt aber natürlich Dir überlassen, ist ja so auch sehr passend der Titel.
 
P

pyja8

Gast
Hm, ja, das ist richtig...!
Als ich das Thema erstellt habe, wollte ich es eigentlich
"Test: L.A. Noire" nennen, damit man gleich die Kategorie erkennt.
"Test" bedeutet bei mir nämlich immer, sich ein weitgehendes, umfassendes
Bild vom Spiel zu machen, während "Vorschau" beispielsweise nur
Ersteindrücke enthält, die eben für mich verfügbar waren (aus Demons,
Betas oder anderen Vorschau - Versionen).
"Special" wäre dann die dritte Kategorie, eben für Meta - Themen oder
andere Dinge, die sich jenseits konkreter Titel befinden.

Jetzt gab's aber schon einen "Test: L.A. Noire" - Thread von 4Players, deshalb
dachte ich, ich nenne es nur "L.A. Noire". Ich hätte zwar auch in den 4Players -
Thread posten können, aber ich dachte, das ist auch doof, schließlich handelt
es sich ja um einen komplett eigenständigen Artikel, der damit gar nicht in
Zusammenhang steht.
Normalerweise und zukünftig setze ich aber immer die Kategorie davor,
dann ist's für jeden gleich ersichtlich, worum es sich handelt ;)

Allgemeine Diskussionen sind wahrscheinlich tatsächlich besser im jeweiligen
Unterforum, bzw. Thread aufgehoben...In den Review - Thread passt natürlich
besser Feedback zu den Artikeln selbst oder kleinere Nachfragen, allein der
Übersicht halber!

Danke für's Feedback!

lg, pyja!
 

Blacky89

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Machs halt ähnlich wie ich;
ich nenn meine immer "Angezockt", da erkennt jeder, um was es sich handelt.

Irgendwie sowas wie "pyja testet: xyz" oder so.
 
P

pyja8

Gast
Ja, hab ich früher auch mal getan, aber ich finde "Angezockt" irreführend :D
Ich finde es wichtig, dass der Leser weiß, wie weit meine Eindrücke gehen, auf
die ich mich im Artikel berufe. Hab ich das Spiel durchgespielt und wirklich ALLES
gesehen oder bloß die erste Hälfte? Vielleicht sogar auch nur den ersten Level aus
einer Demo...?
Und ein "Test" ist für mich etwas, was die Gesamtheit des Produkts umfasst.
Deshalb schreibe ich sowas auch erst, wenn ich tatsächlich den Abspann gesehen
habe :D

Und joa, meinen Nick muss ich ja nicht unbedingt in den Titel schreiben.
Der steht ja schon als Threadstarter drunter ;)
Ich weiß zwar noch nicht, was als nächstes kommt, aber das Ding wird dann
wahrscheinlich "Test: XYZ" heißen...Wenn ein Spiel erscheint, dass "XYZ" heißt :D

Erstmal werd ich mir jetzt ein paar andere Artikel hier noch durchlesen und ein
bissl Feedback hinterlassen...Sowas funktioniert schließlich nur, wenn's auch auf
Gegenseitigkeit beruht :)

Merci!

lg, pyja!
 

Blacky89

Dabei seit
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Ja, "Angezockt" bedeutet bei meinen Artikeln wirklich nur angezockt^^
Also irgendwas zwischen einer und 5 Stunden ca.
Ich hab mir schon den Namen "Durchgezockt" sichern lassen, für den Fall,
dass ich diese Rubrik einführe.
Nein Spaß^^
Aber an die Idee dachte ich wirklich schon, nur ohne dieses sichern lassen^^
 
Thema:

L.A. Noire

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